Hallo zusammen,
es ist wieder soweit! Zeit für die jährlichen Weihnachtsgrüße und den Jahresrückblick. Wenn ich es schon so schreibe, dann liegt der Gedanke nah, dass es sich um eine lästige Pflichtaufgabe handelt, die dann auch eigentlich keinen Mehrwert bringt. Aber ist das wirklich so? Ich denke nicht. Natürlich ertrinken wir fast in irgendwelchen Nachrichten, die am Ende alle ähnlich klingen und trotzdem haben auch diese einen "inhaltlichen" Mehrwert. Sie sagen aus, dass jemand oder auch eine Institution unsere Arbeit schätzt. Und so ist es, meines Erachtens, durchaus erlaubt diese Dinge zu sehen, zu lächeln und sie dann mit einem Hauch von Freude erst wegzusortieren.
Für diesen Text müsst ihr jedoch länger lesen, es ist mein zweiter Jahresrückblick und vermutlich auch mein letzter. Also gibt es auch keine Zeichenbeschränkung, sorry! Ist aber Arbeitszeit ...
Im ersten Moment habe ich mich gefragt, was in diesem Jahr passiert ist, und mich beschlich das Gefühl, dass zumindest ich mich die ganze Zeit nur mit den zwei bis drei gleichen Dingen beschäftigt habe. Aber dann, dann wurde die Liste und immer länger und daher kommt jetzt hier die lange Liste der Dinge, für die sich das Team und jede Person sich auch ganz persönlich auf die Schulter klopfen darf.
Ganz oben steht die riesige Menge redaktioneller Arbeit. Sie passiert häufig leise und für mich im Hintergrund, ist aber ein Herzstück der Bildungsmediathek NRW und sie fällt auf. Denkt zum Beispiel an das Lob, auch von oberster Stelle aus dem MSB, für die „Nahost-Kachel“. Für mich – ich werde nicht müde es zu betonen – ein Paradebeispiel der (neuen?) kommunal-staatlichen Zusammenarbeit.
Was wären Inhalte, ohne eine gute Möglichkeit sie zu präsentieren? Ich bin überzeugt, dass die Präsentation einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert hat. Wenn wir unpraktisch sind und alt aussehen, dann sinkt automatisch das Vertrauen in die Qualität. Dagegen sind wir tätig geworden. Medienkönnen jetzt direkt verlinkt werden, ein riesiger Schritt für eine benutzerfreundliche Bildungsmediathek. Ein bisschen holprig, am Ende aber erfolgreich wurde auf eine neue Suche umgestellt. Ist hier noch Luft nach oben? Ja, aber deutlich weniger als vorher. Für die Nutzung auf mobilen Geräten haben wir auch einiges getan: Der unfassbar unsortierte Footer ist durch eine wesentlich frischere Version ersetzt worden, Ladezeiten haben sich verringert, sowohl durch den Einsatz besser skalierter und codierter (Stichwort Dateiformat) Bilder, als auch durch den Einsatz serverseitiger Kompression. Gar nicht so langwierig war am Ende der wichtige Schritt weg von Tabellen zur Gestaltung von News-Beiträgen. Im Webdesign schon lange kein Thema mehr, mussten wir leider noch lange darauf zurückgreifen. Dank Grid-Layout ist das vorbei. Ebenso können wir jetzt Spalten und Akkordeons einsetzen. Endlich!
Ganz nebenbei ist auch eine Seite mit einer Beschreibung der BiMe in Leichter Sprache online gegangen. Aus dem Prozess ist ein neuer Kontakt hervorgegangen, so dass „in Kürze“ auch andere Produkte der Medienberatung Inhalte in leichter Sprache bieten können.
IT-Sicherheit war ganz plötzlich im Sommer ein großes Thema. Wir haben die Gelegenheit genutzt und einen Penetrationstest für die Bildungsmediathek durchführen lassen. Ein paar Lücken konnten gestopft werden, grundsätzlich haben wir hier aber ein technisch sicheres Produkt. Dann können wir uns wohl wieder den juristischen Definitionen von Sicherheit widmen. Auch eine Aufgabe für das kommende Jahr …
Wir haben in diesem Jahr zwei altgediente Kolleg*innen verabschieden müssen. Im letzten Winter schon Angela und im Frühsommer dann auch Joachim. Beide hinterlassen große Fußstapfen. Hier folge ich dem Bild unseres Geschäftsführers, der sagt, dass es nicht Aufgabe der Nachfolger*innen ist diese zu füllen, sondern neue zu hinterlassen. Umso mehr freue ich mich daher, dass Susi und Eva genau das tun. Mir bereitet diese Zusammenarbeit ausnahmslos so viel Freude, dass ich im zweiten Halbjahr mit Sicherheit regelmäßig neidisch sein werde, während mir im Klassenzimmer ein gelangweiltes „Guten Morgen Herr Rehorst“ entgegenschallt.
Der Wechsel von SODIS zu SODIX wurde vollendet. Wir verwenden keine SODIS-Daten mehr in der Bildungsmediathek. Wir bezahlen nicht einmal mehr für den Service. Ich bin gespannt wie sich SODIX weiterentwickelt. Es wird nicht immer alles perfekt sein, aber sicher ist, dass wir die Entwicklung dieses bundesweiten Projekts mitgestalten werden.
Vor einem Jahr hatte ich geschrieben, dass LeOn und divomath in den Startlöchern stehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich gerade Angebote für den Betrieb über ein Jahr eingeholt. Wieviel Aufwand darauf noch folgte hat mich wirklich erstaunt, dennoch haben wir es dann kurz nach den Sommerferien geschafft und sind mit LeOn an den Start gegangen. Und damit kam die Welle von Supportanfragen. Der Großteil zum Thema Login/ Registrierung in der Bildungsmediathek. Mit diesem Projekt haben wir – und das sind jetzt das MSB, die Medienberatung, die TU Chemnitz, die Landes- und Kommunalen Medienzentren und Outermedia – sehr viel neues Interesse für die Bildungsmediathek erzeugt. Das ist super. Lasst uns darauf aufbauen und unser Produkt bekannter machen! Divomath hat es dann auch kurz nach den Herbstferien geschafft und ist live. Und die nächsten Projekte stehen schon wieder in den Startlöchern!
Daran schließt sich die Präsenz auf verschiedenen Veranstaltungen an. Manche sicher weniger ertragreich als andere. Die Zeichen aus dem MSB stehen jetzt auf „Werbung machen“. Das werden wir daher im nächsten Jahr sicher ausweiten können; ob es bei den ZfsL, gemeinsam mit dem LOGINEO NRW LMS oder beim MKR vor Ort ist.
Ziemlich im Hintergrund lief die Koordination mit Baden-Württemberg und Hamburg im Rahmen des MKIS-Projekts. Dieses Projekt nimmt allerdings langsam Fahrt auf, so dass ich zwar nicht mit einem fertigen Produkt, aber vielleicht mit ersten Prototypen oder Mockups im laufe von 2024 rechne. Ich bin gespannt was die Entwicklung dabei bringt.
Zu guter Letzt das Weihnachtsgeschenk. Die Bildungsmediathek wird nicht zum 1. Januar 2024 abgeschaltet. Seit dem 19. Dezember ist der Vertrag für den weiteren Betrieb unterzeichnet! Und damit haben wir jede Menge neue Möglichkeiten und Aufgaben für das kommende Jahr. Ich freue mich drauf!
Im letzten Jahr hatte ChatGPT einen Teil des Jahresrückblicks geschrieben. Es war eher amüsant. Die Weiterentwicklung mit ChatGPT 4.0 hat viel Potential, die Kombination mit Python zur Code- und Statistikauswertung ist wirklich gut, genauso sind die im Hintergrund mit Dall-E erzeugten Bilder echt gut geworden. Jahresrückblicke schreiben, kann das Tool aber immer noch nicht. Meine Stichworte habe ich an ChatGPT gefüttert, das Ergebnis sehr ihr hier.
Und jetzt: Schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Philip